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Das neue EDL-G

Freitag, 08 Mai 2015 •

 Am 22. April 2015 sind die Änderungen des Energiedienstleistungs-Gesetzes (EDL-G) in Kraft getreten.

Nachzulesen im Bundesgesetzblatt: http://www.gesetze-im-internet.de/edl-g/__8.html

 

 

Alle Unternehmen in Deutschland, die keine KMU sind, sind somit verpflichtet
• ein Energieaudit nach EN 16247-1 durchzuführen oder
• ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein validiertes Umweltmanagementsystem nach EMAS einzuführen

 
Zu den Details:


1. Nach den neuen gesetzlichen Bestimmungen sind Nicht-KMU verpflichtet, periodische Energieaudits nach DIN EN 16247 durchzuführen.

Adressatenkreis / Freistellung
Alle Unternehmen, die kein kleines oder mittleres Unternehmen nach der EU KMU Definition sind, sind demnach verpflichtet, ein Energieaudit erstmals bis zum 5. Dezember 2015 und gerechnet vom Zeitpunkt des ersten Energieaudits alle vier Jahre ein weiteres durchzuführen.

Die für die Einstufung eines Unternehmens als KMU ausschlaggebenden Faktoren sind zum einen die Zahl der Mitarbeiter und zweitens entweder Umsatz oder Bilanzsumme.

Unternehmenskategorie  
Mitarbeiter    
Umsatz             oder Bilanzsumme 
Mittleres Unternehmen < 250 ≤ 50 Mio. EUR ≤ 43 Mio. EUR
Kleinunternehmen < 50 ≤ 10 Mio. EUR ≤ 10 Mio. EUR
Kleinstunternehmen < 10 ≤ 2 Mio. EUR ≤ 2 Mio. EUR

 

 

 

 Diese Schwellenwerte gelten nur für die Zahlen einzelner Gesellschaften. Eine Firma, die Teil einer größeren Gruppe ist, muss ggf. Daten zur Mitarbeiterzahl, zum Umsatz und zur Bilanzsumme dieser Gruppe einbeziehen.

2. Alternative zum Energieaudit nach DIN EN 16247 bis 05.12.2015:

Von der Durchführung eines Energieaudits sind nach § 8 EDL-G Unternehmen freigestellt, die entweder

1. ein Energiemanagementsystem nach der DIN EN ISO 50001 oder
2. ein validiertes Umweltmanagementsystem im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1221/2009 (EMAS)

erfolgreich eingeführt haben oder sich zum Stichtag 05.12.2015 verpflichten, bis 31.12. 2016 eines der beiden Managementsysteme erfolgreich eingeführt zu haben.

Wer diesen Regelungen nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig nachkommt, kann vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verpflichtet werden, ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro zu zahlen.

Sollten Sie betroffen sein und bei der Vorbereitung auf das Energieaudit oder bei der Einführung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems Unterstützung benötigen stehen wir Ihnen gerne zur Seite.